Franckesche Stiftungen
Eine größere Spende zu Ostern 1695 von vier Talern und 16 Groschen in der Armenbüchse des Pfarrhauses wurde Grundstock des Lebenswerkes von August Herrmann Francke. Francke eröffnete mit dem Geld eine Armenschule, nachdem sich der gute Ruf der Schule über die Landesgrenzen hinweg herumsprach, wurden auch Schüler ausgebildet, die ein Schulgeld zahlen konnten, von diesen Einnahmen konnte die Schule bestehen und erweitert werden. 1698 wurde der Grundstein für das Waisenhaus gelegt, welches 1701 eingeweiht werden konnte. Francke gab so armen Kindern die Möglichkeit eine Schule zu besuchen, lesen und schreiben zu lernen. In der
Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen (gilt als der älteste bürgerliche Museumsraum in Deutschland) konnte ich leider nicht fotografieren, da man nur ohne Blitz Aufnahmen machen darf. Sie wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von August Hermann Francke zu Unterrichtszwecken angelegt. Achtzehn reichverzierte Sammlungsschränke dieser barocken Wunderkammer bergen heute ca. 3.000 Naturalien, Kuriositäten und volkskundliche Objekte. Sie wurde versucht in der alten Pracht wieder herzustellen, obwohl die Kammer in einem schlimmen baulichen Zustand war.

Dank kurfürstlicher Privilegien entstand eine Buchdruckerei, Buchbinderei, Buchhandlung und eine Apotheke die für die finanzielle Konsolidierung des Waisenhauses sorgte. 1726 bis 1728 entstand das Bibliotheksgebäude in den Franckeschen Stiftungen. Der barocke Kulissen-Magazinsaal ist heute original erhalten, ca. 120 000 alte Drucke in verschiedenen Sprachen sind hier untergebracht. Die Bibliothek der Stiftungen umfasst heute ca.200 000 Bände und ist eine der größten und bedeutensten Büchersammlungen der Saalestadt. Eine Führung ist bei einem Besuch der Stiftungen unbedingt zu empfehlen und ist auch für "alte" Hallenser selbst einen Besuch wert.

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